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Themen gefunden - jetzt kommt der Text
Themen gefunden. Jetzt kommt der Text.
Wenn Sie Ihre Texte selber verfassen möchten, können Sie sich an den journalistischen Sprachregeln orientieren. Journalisten sind es gewohnt, um die Aufmerksamkeit ihrer Leser zu kämpfen. Innerhalb von 20 Sekunden muss das Interesse eines Lesers geweckt werden, wurde durch wissenschaftliche Studien ermittelt. Im Internet ist die Zeit deutlich kürzer, denn die User sind noch ungeduldiger und am wenigsten Geduld haben die Leser von Werbebotschaften. Gehen Sie also davon aus, dass der von Ihnen Angeschriebene zunächst nur einen kurzen Blick für Ihren Newsletter erübrigt. Das bedeutet, die ersten beiden Sätze verlangen Ihre volle Konzentration. Sie müssen das Interesse und die Aufmerksamkeit des Lesers erobern.
Immer wieder AIDA
Werbetexter benutzen die AIDA-Formel. Sie bringt das Käuferverhalten auf einen einfachen Nenner, an dem man sich beim Schreiben eines Werbetextes orientieren kann. Wenn Sie etwas verkaufen wollen, muss es zuerst wahrgenommen werden.
A steht für Attention (Aufmerksamkeit). Aufmerksamkeit erregen Sie in der Überschrift. Hier wird das Besondere hervorgehoben, ein Problem geschildert, dass Ihr Produkt löst „Kristallklares Teichwasser ganz ohne Arbeit!", den Nutzen Ihres Produktes deutlich macht „Die Sonne schickt keine Stromrechnung!" oder Neugier weckt „Unser Geheimtipp: So bleiben Ihre Heizkosten konstant".
I steht für Interest (Interesse). Der Teaser steigt noch etwas tiefer ins Thema ein und macht neugierig. „Unser Geheimtipp: So bleiben Ihre Heizkosten konstant. Die neuen Blockheizkraftwerke produzieren Wärme und Strom. Dank staatlich garantierter Einspeisevergütung - so verdienen Sie beim Heizen auch noch Geld."
D steht für Desire (Begehren) - In diesem Abschnitt gehen Sie auf den Produktnutzen noch intensiver ein. Formulieren Sie stichhaltige Argumente für den Kauf Ihres Produktes. Sein Sie dabei nicht zu sachlich. Ein Kunde muss wissen, was er vom Kauf Ihres Produktes hat.
A steht für Action (Handlung) - Sagen Sie Ihrem potenziellen Kunden, was genau er tun soll. Fordern Sie ihn auf, mit Ihnen in Kontakt zu treten, Informationsmaterial anzufordern oder Ihr Produkt direkt zu kaufen.
Das Wichtigste zuerst: Henri Nannens Küchenzuruf
Wie texte ich die Meldung zu Beginn meines Textes? Schön auf den Punkt gebracht, hat es der Gründer des STERN Henri Nannen. Ein Mann sitzt im Wohnzimmer und liest die Zeitung. Seine Frau steht in der Küche. Er ruft ihr die wichtigsten Meldungen zu: „Stell Dir vor, der Ackermann beleidigt die anderen Banken!"
Eine Meldung wird knapp und einprägsam formuliert, so dass sie sich auch als Küchenzuruf eignen könnte. In die ersten Zeilen gehört das Interessanteste, das Ungewöhnliche, der Knalleffekt. Finden Sie an Ihrem Thema das Besondere und packen Sie es in eine griffige, allgemein verständliche Formulierung. Überlegen Sie, was würden Sie in die Küche rufen?
Der Nutzen, der Nutzen, der Nutzen
Behalten Sie es wie ein Mantra im Hinterkopf. Fast alle Kaufentscheidungen sind emotional! Bieten Sie Ihrem Leser Vorteile. Beantworten Sie ihm die Frage welchen Nutzen er aus Ihrem Angebot ziehen kann. Appellieren Sie an seine Emotionen. Wenn Sie sich mit dem Nutzen Ihres Angebotes beschäftigen, ergeben sich mögliche Themen fast von selbst. Zu unserem Beispiel: Verkaufen Sie Ihrem Kunden kein Blockheizkraftwerk, sondern die Sicherheit das seine Verbrauchskosten in den nächsten Jahren nicht mehr unkontrolliert steigen.
Betrachten Sie Ihren Text aus der Perspektive Ihrer Kunden. Welche Probleme Ihrer Kunden lösen Sie mit Ihrem Angebot? Wie erleichtern Sie ihm das Leben? Welche Verbesserung erreicht Ihr Kunden dadurch, dass er Ihr Produkt kauft?
Schreiben Sie kurz, klar und präzise
Vermeiden Sie unbedingt lange Sätze, Fachausdrücke und alles was einen Sachverhalt unnötig verkompliziert. Bleiben Sie bei den Hauptsätzen oder verwenden Sie maximal Hauptsatz und Nebensatz. Bedenken Sie, die meisten Kunden sind nicht mit dem Branchejargon vertraut.
Man liest in diesem Zusammenhang häufig Sachen wie: „Schreiben Sie für Siebenjährige." Ich finde das zu pauschal. Es ist immer richtig so einfach wie möglich zu schreiben, aber wenn Ihre Zielgruppe aus gut informierten Lesern besteht, sollten Sie auch dementsprechend schreiben.
Für Textscanner - bitte deutlich gliedern
Mit der stetig steigenden Zahl von Informationen im Web sind Nutzer immer häufiger gezwungen, Inhalte nur zu überfliegen, statt sie sorgfältig zu lesen. Selbst geübte Leser fühlen sich von einer Seite eng beschrieben mit Text häufig abgeschreckt. Das Auge braucht etwas woran es sich orientieren kann. Viele Leser scannen einen Text zuerst und entscheiden dann, ob es sich lohnt ihn komplett zu lesen.
Mit einer deutlichen Gliederung und Teilüberschriften machen Sie es Ihren Lesern einfach. So wird die Verständlichkeit erhöht und der Inhalt strukturiert wiedergegeben. Ihre Kunden finden auf diese Weise ganz einfach zu den Themen, die sie interessieren.
Kundenbindung durch Text?
Wenn Ihr Newsletter Ihren Kunden einen Nutzen bringt, wird er nach und nach eine große Leserschaft finden. Sie erreichen damit zwei Dinge, erstens haben Sie die Möglichkeit über den Newsletter Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistung direkt zu verkaufen und zweitens bringen Sie sich regelmäßig in Erinnerung. Sie schaffen eine intensive Bindung zu Ihren Kunden.
Wenn erfolgreiche Unternehmen nach ihren Erfolgsfaktoren befragt werden, gehört die Kundenbindung unbestritten zu den wichtigsten Management-Strategien. In einer Analyse der AT Kearney Unternehmensberatung konnte nachgewiesen werden, dass kundenorientierte Unternehmen bis zu neun Prozent höhere Preise durchsetzen und bis zu sechs Prozent höhere Marktanteile erzielen. Zugleich belegen Untersuchungen, dass es fünfmal teurer ist einen neuen Kunden zu gewinnen, als bisherige zu halten (Quelle: Gallileo Business).
In welcher Weise Sie die Bindung herstellen, ist abhängig von der Zielgruppe und dem Produkt. Ein Steuerberater wird vermutlich eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen und seine Kunden rein sachlich informieren (etwas anderes ist dem Steuerberater auch nicht erlaubt), aber er könnte das Thema Steuern besonders leicht verständlich aufarbeiten, um einen speziellen Zugang zu seinen Kunden zu finden. Das Ingenieurbüro mit seiner Vorliebe für Ökohäuser, könnte eine exklusive Gruppenatmosphäre schaffen, die besonders verantwortungsbewusste und nachhaltig denkende Menschen anzieht.
Um Vertrauen zu Ihren Lesern herzustellen, nehmen Sie Ihre Kunden in eine „exklusive Gruppe" auf. Eine exklusive Gruppe kann alles Mögliche sein, Gartenfreunde, Angler, Autoliebhaber, Menschen die Abnehmen möchten. Mitglied einer Gruppe zu sein schafft Nähe und eine starke Bindung. Zudem macht dieser Weg es Ihnen leicht Themen zu finden.
Diese besondere Atmosphäre entsteht durch die Themenauswahl und natürlich durch den Tonfall Ihres Textes. Der Steuerberater wird einen sachlich, informativen Ton wählen. Das Ingenieurbüro wird vielleicht eine jüngere Sprache wählen, welches dennoch auf „hohem Niveau" informiert. Der Newsletter des Teichbauers könnte in einem speziellen Jargon verfasst werden, den nur Teich- und Fischliebhaber benutzen. Damit bringt der Verfasser zum Ausdruck, dass er ein Teil dieser Gruppe ist und stellt eine besondere Nähe zu seinen Lesern her.
